Erdbestattung

Die Anzahl der klassischen Erdbestattungen hat in den letzten Jahren stark abgenommen. In 2019 waren es nur noch knapp 30%. Wobei diese Zahl nur für den Westen zutrifft. Im Osten liegt die Feuerbestattung bei fast 90%.

Der vom Bestatter hergerichtete Leichnam wird in einem Sarg auf den Friedhof beigesetzt. Falls gewünscht kann der Leichnam zuvor aufgebahrt werden, damit sich die Trauernden auf diesem Wege vom Verstorbenen verabschieden können.

Das Grab ist in der Regel durch einen Grabstein oder einem Holzkreuz gekennzeichnet. Hier können verschiendene Daten des Verstorbenen draufstehen, wie Name, Geburtsdatum und Sterbedatum. 

Ganz modern ist ein Grabstein mit QR-Code.

In Deutschland entscheiden die jeweiligen Friedhofsordnungen über das was man darf und was nicht. Für Grabsteine sind das die Größe und bei Gräbern die Art der Gestaltung. Ebenso dürfen auf vielen Friedhöfen weder QR-Code noch Bilder auf einen Grabstein.

Ein Grab geht nie in den Besitz der Angehörigen über.Es gibt nur eine Pachtzeit von 15 bis 30 Jahren.

Es gibt allerdings die Möglichkeit eines "Eigengrabes", das man nach der Ablaufzeit weiter verlängern kann. Hier fallen dann erneute Kosten an. Bei jeder Beisetzung in einem Eigengrab muss immer die Ruhezeit für den zuletzt beigesetzten Verstorbenen, je nach Friedhofssatzung gewährleistet sein.

Die Ruhezeit richtet sich nach der Erdbeschaffenheit des Friedhofes. Hier muss gewährleistet sein, dass nach der Ruhezeit der Leichnam vollständig verwest ist.

Die Grabpflege wird von den Angehörigen übernommen. Sollte man das nicht mehr selbst können oder evtl. auch nicht wollen, so kann diese Aufgabe an den Friedhofsgärtner übergeben werden. 

In beiden Fällen ist die Grabpflege mit Kosten und Zeit verbunden, weswegen sich immer mehr Menschen für eine andere Art der Bestattung entscheiden. Andererseits bietet so ein Grab auch verschiedene Möglichkeiten, die Trauerstelle individuell zu gestalten, sei es durch Blumen oder Dekorationsgegenstände. Dies kann einen hilfreichen Bestandteil der Trauerarbeit darstellen, der bei einem kleinen Urnengrab oder einem anonymen Grab entfällt.